Kräuterheilkunde

In der Phytotherapie, wie die Heilkunde über Pflanzen wissenschaftlich genannt wird, werden die verschiedenen Teile von Pflanzen (Blätter, Blüten, Wurzeln) in Tinkturen, Tees, Umschläge etc. als Arznei zur Gesundheitsvorsorge, zur Heilung und zur Linderung von Krankheiten eingesetzt. 

Mit Tinkturen begann Dr. Samuel Hahnemann seine Studien, aus denen sich die klassische Homöopathie entwickelte.

Der Schweizer Naturheilarzt Dr. Jürg Reinhard vergleicht unsere Verdauung mit der Herstellung homöopathischer Arzneien:

durch das Kauen und Einspeicheln und Durchmengen von Speisen wird der Prozess der Potenzierung (Verschütteln, Verrühren, Verdünnen) vollzogen.

Hildegard von Bingen beginnt ihre "Physika - Buch 1" mit den Worten: " Bei der Erschaffung des Menschen aus Erde wurde andere Erde genommen [als man jetzt gemeinhin sieht], die [nun] der Mensch ist. Und alle Elemente dienten ihm, weil sie merkten, dass er lebte, und sie arbeiteten mit ihm im Sinne all seiner Lebensäußerungen und er mit ihnen."


Blütenessenzen

Kräuter finden ihre Anwendung als Tinkturen, Tees, Umschläge und in der Küche auf dem Speise-/Getränkeplan. Sie werden ergänzt durch Gewürze und Blütenessenzen.

Essenzen setzen im feinstofflichen Bereich an. Dies wird am deutlichsten am Einsatz von z.B. Olivenessenz: die Essenz wird mit Hilfe der Sonnenenergie in sogenannten Stockbottels gewonnen. Die Pflanze wird nicht stofflich verarbeitet. In der Essenz enthalten ist die "Idee/der Geist" der Blüten/Pflanze. Bereits der Samen des ausgewachsenen Olivenbaumes enthält diese Idee/diesen Bauplan. Vergleichbar mit jeder menschlichen Zelle.

Die Olive ist im Mittelmeer heimisch und ein wahrer Lebenskünstler: sie holt sich mit ihren ausladenden Wurzeln aus der Tiefe das zum Leben notwendige Wasser. So können auch große Dürrezeiten ihr nichts anhaben. Selbst enorme Verletzungen, Risse durch Rückschnitt oder Brände übersteht dieser Baum nahezu mühelos und treibt neu aus.

Es wundert nicht, dass die Idee der Olive mit der Affirmation "Ich tanke neue Energie" von Dr. Eduard Bach als 23. seiner klassischen Bachblüten beschrieben wird. Ihre Essenz kann bei Schwächezustände und enormen Belastungsphasen sowohl seelischer als auch körperlicher Art, eingesetzt werden. Wenn wir dadurch unsere eigene Kraft zurück gewinnen, darf wieder Ruhe und Entspannung in uns einkehren, wodurch wir selbst stärken können.

Dr. Bach wollte den Menschen mit seinen Essenzen in sich selbst stärken, so dass er seine Krankheit annehmen  und etwas Positives in ihr erkennen kann. Für ihn war Krankheit Reifeprozess und Möglichkeit zur Entwicklung. Für ein gesundes Leben sind seiner Auffassung nach Vorraussetzung innerer Frieden, seelische Ausgeglichenheit, Lebensfreude und Lebensglück.